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LESEPROBE
Auf Tapspfoten
durchs Bären-Beradies
Bärig geht's zu bei Beate Bera. Die brummenden Teddys schmiegen sich auf einer Couch aneinander, einige liegen in Bärenbettchen und andere probieren selbstgestrickte Pullis an. Zwischen ihnen stehen ein gusseiserner Kanonenofen und ein Bärentisch. Es gibt braune Bären, rote und gelbe, Bären mit Locken, mit und ohne Hals, mit dunklen Knopf- oder leuchtenden Glasaugen.
Ein brummendes Treiben herrscht im Teddy-Zoo von Beate Bera. Die Mutter der Kuscheltiere betreibt in Hamburg eine kleine Manufaktur und Sammlung, in der sich nicht nur Bären der letzten acht Jahrzehnte wohl fühlen. Auch die ganz "neugeborenen" Bera-Bärchen blinzeln hier zum ersten Mal in den hanseatischen Himmel.
"Ich habe erst vor zwei Jahren mit der Fertigung von Bären begonnen", sagt die Bärenmama, der auf Anhieb ein bäriger Triumph gelang: Sie ist einer der wenigen Menschen, deren Werke bereits zu Lebzeiten einen Platz im Louvre gefunden haben. Felix und Hannes heißen die Bera-Bären, die in der ständigen Spielzeugausstellung des Pariser Louvre den Besuchern etwas von der hanseatischen Teddybär-Kunst vorbrummen. Aber Betriebsgeheimnisse, da haben sie klare Order von der Chefin, Betriebsgeheimnisse werden an der Seine nicht verraten.
Das gilt auch für einen anderen Bera-Bären, der gerade die Reise über den großen Teich in das Spielzeugmuseum in Naples (Florida) antritt.
Begonnen hatte die brummende Leidenschaft der gelernten Fotolaborantin keineswegs im Krabbelalter. "Nein, da habe ich mit Autos gespielt", sagt die 34jährige. Nein, die Liebe nahm erst ihren Lauf, als sie auf einem Flohmarkt einen hässlich-rosafarbenen Teddybär aus Synthetik entdeckte. "Völlig durchnässt lag er da......
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